Isabelle Borges

Isabelle Borges Werk ist geprägt von dem künstlerischen Einfluss zweier Kontinente – die Künstlerin studierte von 1989 – 1992 in Rio de Janeiro an der Escola de Artes Visuais, u. a. bei Beatriz Milhazes und von 1995 – 1997 an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Christian Megert, der die internationale Gruppe ZERO maßgeblich mit beeinflusste.
Wie im geometrischen Formenvokabular der Künstlerin deutlich zu erkennen ist, gilt ihr künstlerisches Interesse dem Vermächtnis der Konstruktivisten, vor allem Grundformen der Geometrie. Aber auch scheinbar willkürliche Formen aus der Natur strukturieren ihre Bilder. Anders als den europäischen Konstruktivisten geht es Borges jedoch nicht um die Geometrie der reinen Form ohne eine Anbindung an die Natur und einen möglichen Illusionsraum. Sie lässt sich gern vom Zufall beeinflussen, von Strukturen, die sie in unserer sichtbaren Umwelt findet. Dabei komponiert die Künstlerin ein permanentes Wechselspiel von Flächigkeit und dargestellter Räumlichkeit.

Sie hatte bereits mehrere Einzelausstellungen in Europa und Brasilien, u.a. im Brasilianischen Museum für Skulptur MUBE, São Paulo (2013) und im Museum der Republik, Rio de Janeiro (2000). Im Rahmen der 14. internationalen Curitiba Biennale bespielte sie jüngst einen großen Saal im Museum Oscar Niemeyer, Curitiba (2019/2020). Ihre Werke sind in institutionellen wie privaten Sammlungen Brasiliens und Europas vertreten.

Geboren 1966 in Salvador, Brasilien. Lebt und arbeitet in Berlin.