JOE BARNES - LARS STRANDH

Die Präsenz des Monochromen

Eröffnung am Freitag, 26. Oktober, 18-21 Uhr
Ausstellungsdauer 27. Oktober bis 24. November 2018

Wir präsentieren erstmalig eine Gegenüberstellung zweier Künstler, die sich seit vielen
Jahren mit der monochromen Malerei beschäftigen, der radikalsten Form konstruktiver
Kunst: Joe Barnes (New York) und Lars Strandh (Oslo).

Joe Barnes Leinwandbilder waren Anfang der sechziger Jahre, als Barnes seine
Künstlerlaufbahn begann, bis in die späten Achtziger ausschließlich weiß. Dann begann er
mit leichtem Pastell auf Papier mit Farbe zu experimentieren. Heute steigern die vielen
lasierenden Farbschichten auf quadratischen oder rechteckigen Bildträgern den Farbwert zu
einer außergewöhnlichen Intensität und erzeugen sowohl eine meditative Ruhe als auch
eine emotionale Kraft. In seiner 2011 begonnenen Werkserie der Iridescent Paintings dient
nicht mehr der Pinsel oder die Rolle zum Aufragen des neuen Farbmaterials, sondern der
Spachtel. Die haptische Beschaffenheit und die eigenwilligen Tonwerte des nun
verwendeten Farbmaterials verwandeln die sich lichtabhängig reflektierenden Oberflächen in
intensivere, lebendige Farbräume, die durch das umgebende Licht bestimmt und permanent
verändert werden.

Der schwedische Künstler Lars Strandh hingegen baut seine Bildflächen aus vielen feinen,
ausschließlich horizontal verlaufenden Linien auf, die sich immer einer Farbe widmen. Die
fast Ton-in-Ton gearbeiteten, freihändig gezogenen und dennoch präzisen Pinselstriche
bringen das Auge des Betrachters zum Oszillieren. Aus der Ferne könnten die Arbeiten
Strandhs als monochrome Bilder wahrgenommen werden, bei näherer Betrachtung jedoch
werden viele verschiedene Farben, Pigmente und Farbtöne um die Hauptfarbe, sowie auch
eine Vielzahl von matten und glänzenden Oberflächen erkennbar.

Weitere Ausstellungsplanung 2018/2019

Dezember/Januar
Matt McClune - Malerei
Einzelausstellung
Eröffnung am 7. Dezember 2018, 18 Uhr

Januar/Februar
Mojé Assefjah - Susanne Thiemann
Duoausstellung