WINDING ROOTS

Mojé Assefjah - Susanne Thiemann
Duoausstellung (Malerei und Objekte)
Eröffnung am Freitag, 25. Januar 2019, 18-21 Uhr

19 Uhr Begrüßung

26. Januar bis 6. Februar 2019

Die Ausstellung WINDING ROOTS zeigt erstmalig eine Gegenüberstellung der Arbeiten beider Künstlerinnen, die sich traditionellen Techniken verschrieben haben und Werke mit fließenden, organisch anmutenden Formen erschaffen.

Mojé Assefjah entwickelt in ihrer Malerei eine unverwechselbare Bildsprache von außergewöhnlicher Anmut. Teils breite, geschwungene Farbbänder erschließen den Bildraum in alle Richtungen. Dabei winden sich die Pinselzüge mit ihrer spezifischen Farbigkeit und feinen Struktur in dynamischer Gestik über den Bildträger, verdichten und überlappen sich und lenken den Blick des Betrachters in tiefer liegende Ebenen. Die Verwendung der fast in Vergessenheit geratenen Eitempera-Technik und Tusche in vielen dünnen Lasuren ermöglicht der Künstlerin Farbwirkungen, die an die italienische Freskomalerei der Frührenaissance erinnern. Obwohl sich die Künstlerin der nicht-abbildhaften Malerei verschrieben hat, vermitteln die Bilder eine Idee von Räumlichkeit und rufen Assoziationen an Landschaften, pflanzlichen Formen und Stoffdraperien hervor. Die Flexibilität der Bewegungen und Pinselstriche erinnert an Persische Kalligrafie.
Die Künstlerin wurde 1970 in Teheran geboren und lebt und arbeitet in München. Von 1992 bis 1998 hat sie an der Akademie der Bildenden Künste in München Malerei studiert, ab 1997 als Meisterschülerin von Prof. Jerry Zeniuk. 1999 erhielt sie den Förderpreis für Bildende Künste des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie das DAAD-Jahresstipendium für einen Rom-Aufenthalt. 2013 war sie im Zuge des Residency Program at the International Studio & Curatorial Program (ISCP) in New York.

Susanne Thiemann arbeitet mit alltäglichen, zweckbestimmten Materialien wie Kunststoffschläuchen oder auch Elektro-/Fahrradkabeln, die sie allerdings entgegen der klassischen Verwendung gebraucht. In einer der ältesten Handwerkstechniken – dem Flechten und Knoten - verwandelt die Künstlerin die Materialien in Skulpturen, die auf dem Boden und vor der Wand stehen oder von der Decke hängen. Aus einzelnen Strängen entwickelt sie mit der Perfektion des traditionellen Handwerks Objekte der radikalen Zweckfreiheit. Vielmehr scheinen sie ihre eigene Lebendigkeit zu entwickeln, indem es so wirkt, als würden sie sich bewegen oder wachsen, strecken, Falten werfen oder sich zu einem lockeren Netzwerk öffnen. Thiemann spielt dabei mit Gegensätzlichkeiten wie dem Starren und Fließendem, Ordnung und Chaos, dem in sich Geschlossenem und dem sich Auflösendem.
Die Künstlerin wurde in Kiel geboren und lebt und arbeitet in München. 1987 hat sie die Meisterprüfung an der Berufsfachschule für Korbflechterei Lichtenfels abgelegt und besuchte von 2003 bis 2007 die Skulpturenklassen von Frida Baranek, Nancy Davidson und Julie Hayward an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. 2008 und 2010 war sie mit dem Residency Program at the International Studio & Curatorial Program (ISCP) in New York.

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